Mein Weg

Ich bin eine Kämpferin.31081rüstung 2_web_R_K_by_Almut Bieber (albi84)_pixelio
Früher weil ich dachte, so gehört sich das, so ist das Leben.
Inzwischen habe ich einiges anderes gelernt, was mein Leben oft bunt und leicht macht.

Im Studium und während meiner systemischen Ausbildung veränderte sich mein Blickwinkel: Ich lernte, nicht mehr nur die Hindernisse zu sehen, sondern auch das Schöne im Leben.                       Bild: Almut Bieber / pixelio

ZRM ist für mich zur Schatzkiste geworden. Die Methode der Gefühlsbilanz begleitet mich seitdem. Mir wurde klar, wie hilfreich es ist, schöne und schwierige Gefühle nebeneinander bestehen zu lassen, denn durch das Schöne wird das Schwierige leichter zu bewältigen.

Über die Beschäftigung mit Bildern konnte ich „gemischte Gefühle“ besser verstehen und es gelang mir eher, mit schwierigen Gefühlen zurecht zu kommen oder auch mit ihnen „fertig zu werden“. Denn wenn ich die Weisheit des Unbewussten in Einklang bringe mit meinen bewussten Zielen, dann wird es viel einfacher. Seitdem nutze ich außerdem täglich, vielfach schon automatisch, die Techniken des ZRM, um im Fluss zu sein, um gern tun zu können, was notwendig ist.

Dankbar zu sein, für alles was mir gut tut, auch für Kleinigkeiten, lernte ich auch rosa Brille 373920_web_R_by_Rike_pixeliovon Rick Hanson, ein Neuropsychologe und Buddhist, dem es auf hervorragende Weise gelungen ist, die Erkenntnisse aus Psychologie und Geisteschulung nutzbar zu machen für den Alltag. Durch ihn wurde mir klar, dass es nicht darum geht, positv zu denken, als ob ich eine rosa Brille aufsetze. Es geht darum, achtsam zu werden und beides in den Blick zu nehmen: Das, was wir verändern wollen und auch das,   was uns gut tut, was uns schon gelungen ist und immer wieder gelingt…     Bild: Rike / pixelio.de

Bis hierhin hatte ich schon einiges an schwerer Rüstung und schwerem Kriegsgerät abgelegt… das Leben wurde leichter, vergnüglicher und auch effektiver!

Die Forschungen von Kristin Neff waren eine weitere Offenbarung. Statt der Versuchung zu erliegen, mit Leistung sich Sicherheit und Liebe zu erarbeiten, lernte ich, wieviel hilfreicher als Selbstwertgefühl das Selbstmitgefühl ist. Weil wir alle menschlich sind, muss ich nicht mehr Perfektionismus von mir selbst erwarten. Darauf vertrauen, dass ich Herausforderungen so gut meistere wie es mir möglich ist… um dann mir selbst das Mitgefühl zu schenken, was ich für jeden anderen Menschen selbstverständlich aufbringen würde. Die Arbeit von Kristin Neff passt außerdem hervorragend zu dem, was ich von Siegfried Essen gelernt habe. In seinem Buch „Selbstliebe als Lebenskunst“ geht es nämlich nicht darum, unser unperfektes Ich zu lieben. Siegfried Essen hat in seiner Aufstellungsarbeit herausgefunden, wie hilfreich es ist, sich daran zu erinnern, dass wir neben unserem Ich, neben dem, was uns einzigartig macht, durch unser Selbst verbunden sind mit allem, was wir brauchen, das Selbst ist sozusagen das in uns, was schon vollkommen ist.herz loslassen 471893_web_R_by_Paulwip_pixelio.de

Noch einmal fiel Schweres ab, ich muss kaum noch kämpfen… und lebe mehr das Leben, was ich leben möchte…

Bild: Paulwip / pixelio.de