Höllenfahrt durch Grübeln

Mit dem Entspannungsnerv die Höllenfahrt stoppen

Wie wir uns selbst runterziehen

Die Höllenfahrt möglichst früh erkennen

Manchmal ist es echt vertrackt: Gerade wenn’s drauf ankommt, kippt die Laune weg, irgendwelche Bedenken oder sogar Horrorszenarien tauchen auf. Ich nenne das „Höllenfahrt“. Früher dachte ich, das kommt einfach so über mich. Inzwischen weiß ich, es gibt gewisse Vorläufer, die mich warnen. Wenn ich mich dann gut um mich kümmere, kann ich die Höllenfahrt stoppen oder zumindest nicht nach ganz unten rasen. Vorläufer sind bei mir etwa körperliche Verspannung, dann werden auch die Gedanken immer enger, es wird mir immer ungemütlicher. Selbstzweifel nagen an mir, meine innere Kritikerin läuft zur Hochform auf und schließlich möchte ich im Boden versinken, wo doch gar kein Loch ist.

Was nicht hilft…

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Wenn Gefühl und Vernunft sich umarmen…

Wenn Gefühl und Vernunft sich umarmen…

fühlen wir
… Harmonie
… Zufriedenheit
… uns wohl
… uns am richtigen Platz oder auf dem richtigen Weg
… uns sicher
… Glück

Aber wir alle haben es sicher schon erlebt, dass Gefühle uns auch in die Irre geführt haben. Das liegt meist daran, dass wir Argumente der Vernunft nicht beachtet haben.

„Tu das, wobei du wirklich ein gutes Gefühl hast…

…aber überprüfe dann auch die Argumente deiner Vernunft und bringe sie in Einklang mit deinen Gefühlen.“

Ach, bei der Hitze trainieren, nein, da hab ich nun überhaupt keine Lust! „Bloß keine Anstrengung,“ kommt mir da sofort in den Sinn. Da spricht das Gefühl aus der Komfortzone. Das verspricht Komfort allerdings nur für den jetzigen Augenblick. Da ist es hilfreich, meine Vernunft und meine Gefühle in einen Dialog zu bringen.

Dialog von Gefühl und Vernunft

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Aus dem wilden Herzen leben

Aus dem wilden Herzen leben

– authentisch, frei und verbunden

Was soll das sein, das „wilde Herz“?
Es ist das Herz, das verbunden ist mit dem Sein, mit den eigenen Bedürfnissen und Sehnsüchten. Das ungezähmte Herz.

Mit dem Herzen verhält es sich wie mit einem wilden Vogel. Wird er eingesperrt, singt er nicht mehr. Er ist seiner wirklichen Natur beraubt. Wir Menschen sehnen uns nach Zugehörigkeit, möchten geschätzt und geliebt werden. Es ist ein tiefer menschlicher Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein, Verbundenheit zu erleben. Das ist wichtig für gelingendes Leben. Continue reading „Aus dem wilden Herzen leben“

Kämpfst du noch oder liebst du schon?

gefunden bei Pixabay
gefunden bei Pixabay

Wer kennt das nicht: Im Alltag sind wir immer wieder umzingelt von vielen „Solltest“ oder „Müsstest“ oder „Hättest schon längst!“. Mit der Folge, dass wir uns mit diesen Gesellen unzulänglich fühlen und gerade nicht den nötigen Tatendrang spüren, aktiv zu werden. Stattdessen schwächen wir unsere Energie zusätzlich mit Selbstvorwürfen. Es ist schon erstaunlich: Dieser Kampf mit uns selbst hat noch nie besonders gut funktioniert oder unsere Lebensfreude inspiriert, ganz im Gegenteil! Trotzdem halten wir oft an solchen oder ähnlich kraftzehrenden Mustern fest, als hinge unser Leben davon ab.

Es geht auch anders…

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Lotos oder Klette?

Manchmal passieren Dinge, die uns schwer gegen den Strich gehen, die wir unverständlich oder ungerecht finden. Unangenehm vor allem dann, wenn wir nichts dagegen tun können. Wir können uns ärgern, erinnern uns aber vielleicht noch rechtzeitig, dass wir dazu nicht verpflichtet sind 😉

Gerade wenn ich keinen Einfluss auf die unerwünschte Situation habe, passiert es mir manchmal, dass ich mich kaum auf etwas anderes konzentrieren kann. Als ob das Thema mich eingefangen hätte, alle meine Energie gebunden hätte, sehr unangenehm fühlt sich das an! Dann hänge ich wie eine Klette an dem, was ich nicht will! Continue reading „Lotos oder Klette?“

Unsere AhnInnen

annehmen, was gut war und das andere verändern
Unsere Wurzeln wertschätzen – ohne sie gäbe es uns nicht…                               Bild gefunden bei Pixabay

Annehmen, was gut war

In der Metta-Meditation geht es darum, die bedingungslose Liebe, mit der unsere Herzen erfüllt sind, wieder zu spüren. Sie ist in uns, leider oft verdeckt, weil wir uns Sorgen machen, unter Druck stehen oder… Gerade habe ich in dieser alten Meditationsübung, die bis auf Buddha zurückgeht, wieder mein Herz geöffnet. Dabei habe ich mich auch an die  Menschen erinnert, die mir Wichtiges mitgegeben haben und die nicht mehr leben. Es hat mir gut getan, Fotos von ihnen herauszusuchen und sie in meiner Meditationsecke aufzustellen. Wieder einmal spürte ich große Dankbarkeit für die vielen Verbindungen. Es ist immer wieder wohltuend, sich bewusst zu werden, was dazu beigetragen hat, dass ich die wurde, die ich bin und wo ich gehalten und verbunden bin.

Natürlich kommen dabei auch unschöne Erinnerungen. Menschliches Miteinander bringt eben  beides in unser Leben, Freude und auch Schmerz. Je älter ich werde, um so deutlicher erscheint es mir, dass es genau darum geht, beides anzunehmen und mit der Kraft des Schönen dafür zu sorgen, auch das, was schwer ist, zu verwandeln. Das ist Wachsen… Continue reading „Unsere AhnInnen“

Dem Herzen folgen…

…macht wieder lebendig

ganz ich-selbst

Nach dem wundervollen Seminar „leben-sterben-feiern“ im ZEGG nahm ich mir ein Zimmer in Berlin. Um zu merken, dass ich mich dort gar nicht wohlfühlte. Einerseits war die Einrichtung sehr lieblos, es war nicht sauber… und dann merkte ich, dass ich eher einen Rückzug brauchte, um die vielen Eindrücke nochmal zu spüren und möglichst zu verinnerlichen. Ich liebe die vielen Möglichkeiten in Berlin, aber das war nicht, was ich gerade brauchte.

Eine typische Situation: Wenn ich meinem Herzen folge, lasse ich manchmal oder sogar meistens andere Möglichkeiten ungenutzt. In diesem Fall folgte ich inneren Impulsen. Und merkte, wie gut mir das tat. Continue reading „Dem Herzen folgen…“

Bist du schon im Fluss oder zögerst du gerade noch?

Bodensee Hörnle klein (640x360)eigenes Bild

Ich komme gerade zurück von einer Fortbildung über Gefühle. Habe mir dann zusätzlich noch einen Urlaubstag in Konstanz geschenkt. Als ich da so am Ufer des Bodensees saß, kam mir wieder die Verbindung, dass Gefühle ganz viel mit Fließen zu tun haben. Und wie lebendig es sich anfühlt, „im Fluss“ zu sein. Mihály Csíkszentmihályi hat dafür den Begriff „Flow“ geprägt. Er beschreibt diesen Zustand als Gefühlsgefühle, wenn wir in eine Tätigkeit vertieft sind und völlig darin aufgehen, verbunden mit dem Erleben, dass wir uns schwierigen Aufgaben stellen und sie lösen können.

Unser Gehirn unterstützt diesen Zustand dann damit, dass wir nur noch auf unser Tun konzentriert sind und alles andere ausblenden. Das ist hilfreich, um an unserem Tun dranzubleiben und unser Ziel zu verfolgen, kann aber dazu führen, dass wir Wichtiges ausblenden und vernachlässigen.

Gemischte Gefühle

Genauso blenden wir manchmal gemischte Gefühle aus. Beispielsweise möchten wir schwierige Gefühle nicht spüren, versuchen sie zu überdecken mit positiven Gedanken. Was eben auch dazu führen kann, dass wir anstehende Probleme nicht sehen und nicht lösen. Continue reading „Bist du schon im Fluss oder zögerst du gerade noch?“

Rastest du noch aus oder verstehst du schon?

Loslassen und annehmen, was ist

Bild von Paulwip gefunden bei Pixelio

Annehmen, was ist, als gelebte Selbstliebe

Es gibt einfach Themen, da reagiere ich empfindlich. Eigentlich sehne ich mich so sehr danach, die Ruhe selbst zu sein. Und wenn dann mein Gegenüber eine bestimmte Formulierung benutzt oder auch nur mit einem typischen Gesichtsausdruck oder einer Geste bei mir Widerwillen auslöst, dann kommt es mir vor, als habe jemand ein Streichholz an Gas gehalten: Ich könnte explodieren. Höre mich Dinge sagen, die ich nicht in Ordnung finde und auch bei klarem Verstand nicht unterschreiben kann.

Nach solchen Vorfällen ist es wichtig, sich selbst zu reflektieren, zu fragen: „Was reizt mich so sehr, dass ich so ausraste?“ Aber oft kommen wir nicht weiter. Und gute Vorsätze, sich das nächste Mal zusammenzureißen verpuffen allzu oft und wir finden uns bald in einer ähnlichen Situation wieder. Continue reading „Rastest du noch aus oder verstehst du schon?“

Werde, was du bist

RoseZucchini KopieBilder gefunden bei Pixabay

Ich gestehe: Früher war ich Meisterin der Selbstkritik. Es ging so weit, dass ich mich selbst total auseinander genommen habe. Nichts sollte Bestand haben. Und das alles, um mich verbessern zu können. Was wir uns so alles antun, ohne zu bemerken, dass wir uns dabei fast vernichten!

Eine besonders vernichtende Angewohnheit war es damals, mich mit anderen zu vergleichen. Als ob in mir ein Zucchinisamen angelegt wäre, ich aber ich lieber eine Rose sein wollte. Inzwischen erinnere ich mich immer öfter daran, dass jeder Mensch einen ganz eigenen persönlichen Beitrag zur Welt zu geben hat. Der fehlen würde, wenn dieser Mensch seinen Samen verleugnet und sich mit anderen vergleicht.

Mittlerweile habe ich gelernt, besser für mich selbst zu sorgen. Vor allem habe ich erfahren, dass es die beiden Seinszustände von Ich und Selbst gibt. Das Ich war mein früher überwiegender Zustand. Ich habe mich oft mit anderen verglichen, mich ständig in die Pflicht genommen, versucht, mich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Ich hoffte, dadurch Bestätigung zu erfahren und letztlich auf diese Weise Liebe und Geborgenheit gesucht… was nicht so wirklich klappte.

Vom Ich zum Selbst

Dann lernte ich, dass ich mich im Selbst verbinden kann mit anderen Menschen, mit aller Weisheit und mit der Quelle oder mit dem Göttlichen, wie jemand es auch nennen mag.
Wie geht das? Continue reading „Werde, was du bist“